Geschwister-Scholl-Schule Tübingen

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Aktuelles

Ko San - Die GSS hat jetzt ein Patenkind

Ko San geht jetzt in die 4. Klasse. Erst als er durch eine Patenschaft von Projekt-Burma unterstützt wurde, konnte er mit 8 Jahren das erste Mal in die Schule gehen.

Ko San lebt mit seinen Eltern und noch 4 Geschwistern in einer Bambushütte inmitten eines Reisfeldes, ohne Strom und fließend Wasser und erst recht ohne eigenes Zimmer, Badezimmer und Küche am Stadtrand von Yangon, der ehemaligen Hauptstadt Burmas/Myanmars. Die ganze Familie schläft auf einer Matte auf dem Fußboden, notdürftig mit einer Wolldecke zugedeckt. Es gibt keine Stühle und Tische und erst recht kein Bett mit einer richtigen Matratze.

Als im Mai 2008 der Zyklon Nargis über Burma raste, 140.000 Menschen das Leben kostete und viele Tausende Menschen obdachlos wurden, haben die Leute von Projekt-Burma Ko San`s Familie auf einem Feld gefunden, notdürftig unter einer Plane wohnend. Sie hatten alles verloren. Ihr Haus, ihre Kleidung und alles, was man dort zum Leben braucht. Spontan entschloss Projekt-Burma, dieser Familie von Spendengeldern ein Haus zu bauen, Geschirr, Töpfe und Kleidung zu kaufen, damit sie wieder einigermaßen menschenwürdig leben konnten. Und nach und nach wurden Paten für alle Kinder gefunden und so konnten sie dafür sorgen, dass sie in die Schule gehen können.

Die Eltern und die älteren Geschwister sind nie zur Schule gegangen, können weder lesen noch schreiben und können dadurch oft ganz einfache Zusammenhänge nicht verstehen. Die älteren Mädchen wurden mit 15 Jahren verheiratet, damit sie versorgt sind, da sie ganz ohne Schulbildung oft wenig Zukunft haben.

Ko San geht gerne in die Schule, ist ein fleißiger Schüler und lernt ganz gut. Ein schlaues Bürschchen, der weiß, wie wichtig Schule ist. In der Regenzeit, wenn alle Reisfelder geflutet sind, braucht er mehr als eine Stunde Fußmarsch um in seine Schule zu kommen.

Im Gegensatz zu Kindern in Deutschland ist es in Myanmar, wie Burma heute heißt, Kindern aus armen Familien nicht immer möglich, eine Schule zu besuchen. Trotz Schulpflicht. Viele Kinder im Alter von Ko San müssen ihren Eltern bei der Landwirtschaft helfen oder sogar im Tagelohn sehr harte Arbeit leisten, um zum Lebensunterhalt der Familien beizutragen. Ohne Mithilfe ihrer Kinder haben viele Familien nicht immer genug zu essen. Und oft werden deshalb Mädchen sehr früh verheiratet, damit sie wenigstens versorgt sind und den Eltern nicht mehr zur Last fallen.

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was für ein Glück viele Kinder in diesem Land empfinden, wenn sie zur Schule gehen dürfen. Denn schon früh wissen die Kinder, dass ihre Chancen auf ein besseres Leben darin bestehen, einen guten Schulabschluss zu erreichen und im Anschluss daran vielleicht einen Beruf zu erlernen.

Ihr macht es mit einem kleinen Beitrag monatlich möglich, dass Ko San weiterhin zur Schule gehen kann. Für dieses Geld kaufen wir alles, was er für die Schule braucht. Schulkleidung, Schuhe, Hefte, Stifte. Auch einen Beitrag zum Lebensunterhalt der ganzen Familie wird daraus bestritten. Und wenn eines der Kinder krank wird, werden die Arzt- und Arzneikosten bezahlt.

Mehr Infos gibt es auch unter: www.projekt-burma.de

Marion Mück, Projekt-Burma